Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden.
Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Warum Solare Großanlagen

Ansicht des Heizwerks der Anlage „Biowärme Hirschegg“ mit den aufgeständerten Kollektoren
Quelle: AEE INTEC


Skihütte mit Solarpanelen entlang des Terrassengeländers
Quelle: ENTECHMA GmbH

Die Hälfte des Energiebedarfs in Österreich wird für Wärme und Kühlung benötigt. Die Nutzung von Sonnenenergie für Warmwasser, Heizung und Kühlung spielt daher eine wichtige Rolle, wenn es um Klimaschutz und Energieeffizienz geht. Man unterscheidet zwischen solarer Stromerzeugung (Photovoltaik) und Wärmeerzeugung (Solarthermie). Hier werden nur solarthermische Anlagen behandelt, also die Umwandlung von Sonnenenergie in Wärme und Kälte (über spezielle Kältemaschinen).

Die meisten Solaranlagen wurden bislang in Privathaushalten installiert (etwa 250.000), jedoch besteht auch in Gewerbe und Industrie ein großer Wärmebedarf. Eine Potenzialstudie zur thermischen Solarenergienutzung in österreichischen Gewerbe- und Industriebetrieben ergab, dass 40 Prozent der Prozesswärme und 20 Prozent der Beheizung bzw. Kühlung von Betriebsgebäuden in Zukunft wirtschaftlich durch Solarenergie erfolgen könnte. Dies würde mittelfristig ca. 4,3 Millionen Quadratmeter an Kollektorfläche erfordern, soviel wie im Jahr 2010 insgesamt in Österreich installiert war.

Wegen des hohen Energiebedarfs sind in Gewerbe- und Industriebetrieben meist Solare Großanlagen installiert. Diese beginnen bei etwa 100 Quadratmetern Kollektorfläche und reichen bis zur größten Solaranlage Österreichs mit 7.000 Quadratmetern in Graz. Um dieses Potenzial zu erschließen unterstützt der Klima- und Energiefonds im Förderprogramm „Solarthermie – Solare Großanlagen“ seit 2010 den Einsatz von Solarwärme in Produktionsbetrieben, Wärmenetzen und zur Beheizung und Kühlung von Gewerbegebäuden. Die geförderten Anlagen zeigen die Breite der Anwendungsmöglichkeit von Solarthermie, von der Obst- und Fleischverarbeitung über Molkereien, Textilreinigung, Lackieranlagen und Fertigteilbau bis zur Multifunktionshalle eines Flughafens. Etliche Betriebe decken auf diese Weise mehr als ein Drittel ihres Wärmebedarfs mit der Sonne.

Nähere Informationen zu den geförderten Anlagen finden Sie unter Geförderte Projekte.

Solaranlage auf den Dächern der Nahwärme Eibiswald

Quelle: AEE INTEC